Waffenbesitzer

17. Juni 2009

neu in der MDR-Mediathek: Fakt ist

Abgelegt unter: Allgemein, Presseschau — webmaster @ 12:52

Am Montag, den 16. Juni 2009 lief im MDR folgender Beitrag:

“Tödliches Vergnügen? Waffenrecht im Kreuzfeuer”

Direkt zur Sendung

Ankündigung der Sendung:
Unter den Schützen in Deutschland brodelt es derzeit. Drei Monate nach dem Amoklauf in Winnenden mit 16 Toten soll das Waffengesetz weiter verschärft werden. Zum 3. Mal seit dem Amoklauf 2002 in Erfurt wird jetzt über ein strengeres Waffenrecht heftig gestritten.

Über das derzeitige Waffenrecht diskutiert Moderatorin Ines Krüger und ihre Gäste aus Magdeburg.

Schützen unter Generalverdacht

Durch die aktuelle Diskussion über deutliche Einschränkungen im Waffenrecht fühlen sich viele Schützen im Land unter Generalverdacht. Sie argumentieren, dass eine Verschärfung nicht nötig sei, denn schließlich sei Deutschlands Waffengesetz heute schon eines der schärfsten in der Welt.

Nicht nur in den Verbänden werden die Pläne intensiv diskutiert. Die geforderten zusätzlichen Maßnahmen, beispielsweise verdachtsunabhängige Kontrollen, mögliche Auflagen zur zentralen Aufbewahrung von Sport- und Jagdwaffen und Waffensicherungssysteme, gehen dem “Aktionsbündnis Winnenden” nicht weit genug.

Geschätzte 45 Millionen Waffen sind derzeit laut Bundesinnenministerium in Deutschland in Umlauf. Fast die Hälfte davon illegal. (Anmerkung von Waffenbesitzer.de: Diese Zahl ist falsch. Man spricht von maximal zehn Millionen legaler Waffen und 20 bis 30 Millionen illegaler Waffen.)

Viele Fragen

Sind Waffen bisher zu leicht zugänglich? Sollte der öffentliche Raum und Privatwohnungen in Deutschland bald waffenfrei sein? Welche Vorschläge sind zumutbar und umsetzbar? Sind sie ein Minimalkompromiss, den viele dem Einfluss der Waffenlobby zuschreiben? Kann man so Hauptrisiken für Amoktaten ausschalten? Was taugen schärfere Gesetze überhaupt? Wird falsche Ursachenforschung betrieben?

Im Studio diskutierten mit Moderatorin Ines Krüger:

Gisela Mayer, Aktionsbündnis Winnenden
Bernd Carstensen, stellv. Bundesvorsitzender Bund Deutscher Kriminalbeamter
Wolfgang Bosbach, CDU/CSU MdB Deutscher Bundestag
Joachim Streitberger, Interessenverband der Waffenbesitzer

Außerdem: Ines Klein im Gespräch mit einem Thüringer Hersteller für Waffensicherungssysteme und mit Bürgern.

Zur Sendung

2 Kommentare »

  1. Was mich als Schütze am meisten stört sind die Medien die das ganze der maßen aufgebauscht haben und eine regelrechte hetzkampanie auf uns Schützen losgelassen hat. Und dann diese Pietätlosigkeit gegen über den Hinterbliebenen und Obfern seitens der Presse war und ist unter aller Würde und ohne disziplin, entschuldigen Sie bitte meine Wortwahl, “unter aller Sau”, das hat mit Jornalismus nichts mehr zu tun. Das was passiert ist ist sehr schrecklich und traurig, die Hinterbliebenen haben mein volles mitgefühl. Ich will keinen einen vorwurf machen, außer dem der die Waffe nicht weggeschlossen hat, aber hier hätte meine Meinung nach die Polizei die Jornalisten weiträumig entfernen müßen, zum schutz aller.

    Kommentar von Carlos — 28. Oktober 2009 @ 01:22

  2. Sehr geehrte Damen und Herren,

    Mitte vergangener Woche war in den meisten Nachrichtensendungen der Rundfunkmedien, die wortgenau gleich lautende Meldung zu hören, dass “jede zweite Waffe im Land nicht vorschriftsmäßig aufbewahrt werden würde!“

    Diese Nachrichtenmeldung ist jedoch, bewusst oder unbewusst, definitiv falsch!

    Wie bekannt ist, wurde bei diesen konzertierten Aktion der Ordnungsbehörden schwerpunktmäßig Waffenbesitzer überprüft, bei denen laut Meldeformular zur Aufbewahrung davon ausgegangen werden musste, dass die Aufbewahrung der vorhandenen Schusswaffen nicht ordnungsgemäß erfolgt, oder die auf den Fragebogen überhaupt nicht geantwortet hatten!

    Insofern ist/ war jede zweite Schusswaffe, nur der betreffenden Personengruppe, im Land nicht ordnungsgemäß aufbewahrt.

    Solche, massenhaft verbreiteten falschen Meldungen sind natürlich Wasser auf die Mühlen von Aktionsbündnissen und Politikern, die alle in irgend einer Form ein gemeinsames Ziel haben, nämlich den privaten Waffenbesitz so weit wie möglich einzuschränken oder am besten gleich ganz zu verbieten!

    Diese Mängel in der Aufbewahrung sind natürlich nicht duldbar, müssen aufgedeckt und umgehend beseitigt werden!

    Falsche Darstellungen darüber führen aber zur Verunglimpfung von vorbildlichen, gesetzestreuen Waffenbesitzern und Bürgern und müssen schleunigst berichtigt oder korrigiert werden.

    Bitte prüfen Sie als eine der Interessenvertreter der Waffenbesitzer, eventuell gemeinsam mit anderen Verbänden; ob es eine rechtliche Handhabe gibt, die Urheber dieser Falschmeldungen zu eine Gegendarstellung oder Berichtigung des Sachverhaltes veranlassen zu können.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ulrich

    Kommentar von Ulrich Umrath — 8. November 2009 @ 17:45

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