Am Montag, den 16. Juni 2009 lief im MDR folgender Beitrag:
“Tödliches Vergnügen? Waffenrecht im Kreuzfeuer”
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Ankündigung der Sendung:
Unter den Schützen in Deutschland brodelt es derzeit. Drei Monate nach dem Amoklauf in Winnenden mit 16 Toten soll das Waffengesetz weiter verschärft werden. Zum 3. Mal seit dem Amoklauf 2002 in Erfurt wird jetzt über ein strengeres Waffenrecht heftig gestritten.
Über das derzeitige Waffenrecht diskutiert Moderatorin Ines Krüger und ihre Gäste aus Magdeburg.
Schützen unter Generalverdacht
Durch die aktuelle Diskussion über deutliche Einschränkungen im Waffenrecht fühlen sich viele Schützen im Land unter Generalverdacht. Sie argumentieren, dass eine Verschärfung nicht nötig sei, denn schließlich sei Deutschlands Waffengesetz heute schon eines der schärfsten in der Welt.
Nicht nur in den Verbänden werden die Pläne intensiv diskutiert. Die geforderten zusätzlichen Maßnahmen, beispielsweise verdachtsunabhängige Kontrollen, mögliche Auflagen zur zentralen Aufbewahrung von Sport- und Jagdwaffen und Waffensicherungssysteme, gehen dem “Aktionsbündnis Winnenden” nicht weit genug.
Geschätzte 45 Millionen Waffen sind derzeit laut Bundesinnenministerium in Deutschland in Umlauf. Fast die Hälfte davon illegal. (Anmerkung von Waffenbesitzer.de: Diese Zahl ist falsch. Man spricht von maximal zehn Millionen legaler Waffen und 20 bis 30 Millionen illegaler Waffen.)
Viele Fragen
Sind Waffen bisher zu leicht zugänglich? Sollte der öffentliche Raum und Privatwohnungen in Deutschland bald waffenfrei sein? Welche Vorschläge sind zumutbar und umsetzbar? Sind sie ein Minimalkompromiss, den viele dem Einfluss der Waffenlobby zuschreiben? Kann man so Hauptrisiken für Amoktaten ausschalten? Was taugen schärfere Gesetze überhaupt? Wird falsche Ursachenforschung betrieben?
Im Studio diskutierten mit Moderatorin Ines Krüger:
Gisela Mayer, Aktionsbündnis Winnenden
Bernd Carstensen, stellv. Bundesvorsitzender Bund Deutscher Kriminalbeamter
Wolfgang Bosbach, CDU/CSU MdB Deutscher Bundestag
Joachim Streitberger, Interessenverband der Waffenbesitzer
Außerdem: Ines Klein im Gespräch mit einem Thüringer Hersteller für Waffensicherungssysteme und mit Bürgern.
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